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Wie kann Ehrenamt im Amt Hürup auch in Zukunft gut funktionieren – trotz wachsender Herausforderungen und unsicherer Rahmenbedingungen? Genau dieser Frage sind zahlreiche Engagierte, Vereine, Initiativen, Politik und Verwaltung in der Werkstatt Ehrenamt 2026 gemeinsam nachgegangen.
In diesem Blogartikel erfährst du, welche Bedarfe Ehrenamtliche aktuell besonders bewegen, welche Ideen und Lösungsansätze im Workshop entstanden sind und welche Prioritäten die Teilnehmenden selbst gesetzt haben. Du bekommst Einblicke in die Ergebnisse der Arbeitsstationen, Stimmen aus dem Workshop sowie eine transparente Auswertung der gesammelten Bedarfe.
Es lohnt sich weiterzulesen, wenn du wissen möchtest, wie Ehrenamt im Amt Hürup künftig unterstützt werden kann, welche Rolle Netzwerke, Wissenstransfer und Koordination dabei spielen – und wie du dich selbst einbringen kannst, damit Engagement vor Ort langfristig stark bleibt.
Inhaltsverzeichnis Werkstatt Ehrenamt 2026 – Ergebnisse
- Gemeinsam Zukunft denken und gestalten
- Warum diese Werkstatt?
- Erst verstehen, dann handeln: Bedarfe auf der Werkbank
- Was besonders deutlich wurde – fünf zentrale Themenfelder
- Die Arbeitsstationen: Vertiefung und Austausch
- Der Werkzeugkoffer
- Stimmen zum Abschluss
- Dank & Ausblick
- Fazit: Was bleibt – Stimmen, Klarheit und ein Auftrag
- Abschlusskärtchen – Stimmen der Teilnehmenden
- Ergänzende Transparenz: Landesförderung, Punktevergabe und Prioritäten
Gemeinsam Zukunft denken und gestalten
Wie kann Ehrenamt im Amt Hürup auch in Zukunft gut gelingen?
Diese Frage stand im Mittelpunkt der Werkstatt Ehrenamt 2026 – und sie wurde mit viel Offenheit, Ehrlichkeit, Fachwissen und Herz diskutiert.
Die Einladung zu diesem Workshop hatten Bürgermeister Claus-Peter Richelsen und die Vereinsmeierei an Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche und Interessierte aus dem gesamten Amtsgebiet ausgesprochen.
Schon beim Ankommen war spürbar: Das hier ist kein klassischer Termin mit Frontalvorträgen, sondern ein echtes Miteinander auf Augenhöhe. Ein liebevoll vorbereitetes Frühstücksbuffet, das während des gesamten Vormittags zugänglich war, lud Engagierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen zum Ankommen, Kennenlernen und Weiterreden ein. In der gemeinsamen Pause und auch nach dem offiziellen Ende wurde weiter geschnackt, gelacht, diskutiert und vernetzt.44
Die Atmosphäre war den ganzen Vormittag offen, konzentriert und getragen von dem gemeinsamen Gefühl: Ehrenamt ist wichtig – und es lohnt sich, dafür Zeit zu investieren.



Warum diese Werkstatt?
Ehrenamt ist das Fundament für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Lebensqualität in unseren Dörfern. Ohne die vielen Engagierten würde vieles schlicht wegfallen. Gleichzeitig zeigen die letzten Jahre sehr deutlich:
Ehrenamt steht unter wachsendem Druck – durch Zeitmangel, steigende Anforderungen, Nachwuchssorgen und eine hohe Verwaltungsbelastung.
Mit der Werkstatt wurde bewusst ein Raum geöffnet, um
- Bedarfe sichtbar zu machen, statt vorschnell Lösungen zu präsentieren,
- zuzuhören, statt zu bewerten,
- und gemeinsam zu prüfen, wie Unterstützung künftig aussehen kann – mit oder ohne Landesförderung.
Besonders wertvoll war dabei: Alles wurde konsequent aus der Perspektive der Ehrenamtlichen gedacht.
Der Workshop stand jedoch nicht für sich allein. Er knüpfte an einen längeren Prozess an. Bereits im Jahr 2025 zeichnete sich auf Landesebene ab, dass es auch für die Jahre 2026 bis 2028 erneut eine Förderrichtlinie zur Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen geben wird. Vor diesem Hintergrund wurde frühzeitig angeregt, ein Konzept für einen möglichen Folgeantrag zu entwickeln, um eine nahtlose Fortführung der Ehrenamtskoordination ab 2026 zu ermöglichen. Dieser Vorschlag fand jedoch im Amtsausschuss keine Zustimmung.
Daraufhin folgten eine Online-Umfrage zur Zukunft der Ehrenamtskoordination im Amt Hürup sowie viele Gespräche darüber, ob und wie es vielleicht doch weitergehen kann.
Viele der Fragen, Sorgen und Hoffnungen, die dort sichtbar wurden, haben den Wunsch geweckt, noch einen Schritt weiterzugehen – gemeinsam, vor Ort und im direkten Austausch. Die Werkstatt Ehrenamt 2026 war deshalb bewusst als Beteiligungsformat angelegt:
Nicht, um fertige Lösungen zu präsentieren, sondern um gemeinsam zu prüfen, was Ehrenamt wirklich braucht, welche Strukturen tragfähig sein könnten und wie das bereits entstandene Netzwerk erhalten und weiterentwickelt werden kann.
Wer die Hintergründe vertiefen möchte, findet sie in diesen beiden Blogartikeln:
- Ergebnisse aus der Umfrage „Zukunft der Ehrenamtskoordination im Amt Hürup“
https://engagiert-im-amt.de/ergebnisse-umfrage2025/ - Ehrenamtskoordination vor dem Aus? Eure Meinung zählt!
https://engagiert-im-amt.de/ehrenamtskoordination-aus/


Erst verstehen, dann handeln: Bedarfe auf der Werkbank
Ganz bewusst wurde zu Beginn des Workshops noch nicht über konkrete Werkzeuge oder Angebote gesprochen. Stattdessen lag zunächst alles „ungeordnet auf der Werkbank“: zahlreiche Bedarfskärtchen, die aus der Umfrage, den Stammtischen und neuen Impulsen entstanden waren.
Die Teilnehmenden hatten Zeit, diese Bedarfe kennenzulernen, zu diskutieren, einzuordnen, umzuformulieren und sie anschließend mit Klebepunkten zu priorisieren. Grün stand für wichtig, Rot für sehr wichtig.
So entstand ein differenziertes Bild davon, wo Ehrenamt aktuell besonders herausfordernd ist – und wo besonders dringend Unterstützung gebraucht wird.
Hinweis: Am Ende dieses Artikels findest du die vollständige Punkteauswertung nach Themenblöcken. Dort lassen sich die Prioritäten im Detail nachlesen – für maximale Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Diskussionsergebnisse.



Was besonders deutlich wurde – entlang von fünf Themenfeldern
1. Gewinnung neuer Engagierter
Dieses Themenfeld erhielt insgesamt die meisten Punkte. Es zeigt sehr klar: Ehrenamt braucht Menschen – aber vor allem gute Bedingungen, damit Menschen bleiben.
Neben der klassischen Nachwuchsgewinnung spielten generationenübergreifendes Arbeiten, die gezielte Ansprache junger Menschen und unterrepräsentierter Gruppen eine große Rolle. Neu hinzu kamen Aspekte wie Zugehörigkeitsgefühl, Verbindlichkeit und die Frage, wie Motivation an die nächste Generation weitergegeben werden kann.
Besonders hoch priorisiert wurde der Wunsch nach langfristigen Perspektiven für ehrenamtliche Strukturen. Viele rote Punkte entfielen außerdem auf alles, was mit Orientierung und Einstieg zu tun hat – von persönlicher Begleitung über Beratung bis hin zur Frage: Welches Ehrenamt passt eigentlich zu mir?
Denn Ehrenamt soll nicht überfordern, sondern stärken.


2. Wissen
Wissen ist im Ehrenamt reichlich vorhanden – aber oft nicht gut zugänglich. Entsprechend hoch priorisiert wurden Themen wie Wissens- und Erfahrungsaustausch, Zugriff auf Schwarmwissen, Sichtbarmachen von Kompetenzen, das Teilen von Best Practices sowie Weiterbildungsangebote. Auch der Wunsch nach Fachwissen durch Profis wurde klar benannt.
3. Wertschätzung
Wertschätzung war eines der emotionalsten Themen des Workshops. Besonders stark gewichtet wurden Aussagen wie „Ehrenamt nicht als selbstverständlich behandeln“ und der Wunsch nach sichtbarer Anerkennung – auch auf politischer Ebene.
Hier ging es weniger um einzelne Maßnahmen als um eine grundsätzliche Haltung gegenüber ehrenamtlichem Engagement.


4. Koordination & Fachbegleitung
Entlastung war ein zentrales Stichwort. Viele Engagierte beschrieben, dass sie eigentlich gestalten möchten – und stattdessen in Verwaltungsarbeit festhängen. Der Bedarf an Koordination, Projektbegleitung, rechtlicher und organisatorischer Beratung sowie Unterstützung bei plötzlichem Wegfall von Engagierten wurde klar benannt. Auch der Wunsch nach einer festen Ansprechperson spielte eine wichtige Rolle.
5. Netzwerk
Nicht allein kämpfen zu müssen – das war hier der Kern. Gegenseitige Unterstützung, Kooperationen, gemeinsame Nutzung von Ressourcen und das einfache Kennenlernen untereinander wurden als wichtige Stabilitätsfaktoren beschrieben. Netzwerke wurden dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als echte Entlastung im Alltag.

Die Arbeitsstationen: Vertiefung und Austausch
An drei Thementischen wurden die gesammelten Eindrücke weiter vertieft.
Arbeitsstation 1 – Struktur & Rollen
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unterstützung für Ehrenamt organisiert sein muss, damit sie tatsächlich entlastet – und welche Rollen dafür notwendig sind. Diskutiert wurde sehr konkret, wie politische Gremien, Verwaltung und Ehrenamt künftig zusammenwirken können.
Ein zentrales Ergebnis war der Wunsch nach einer klar sichtbaren Verankerung des Ehrenamts in bestehenden Strukturen, etwa durch die inhaltliche Erweiterung von Gemeindeausschüssen und die ausdrückliche Benennung des Ehrenamts. Vorgeschlagen wurde zudem ein Beirat Ehrenamt, der verschiedene Perspektiven zusammenbringt – von Vereinen über Gemeindevertretung und Verwaltung bis hin zu unterschiedlichen Altersgruppen.
Wichtig war den Teilnehmenden eine flexible, projektorientierte Arbeitsweise ohne feste Wahlperioden, um Entlastung statt zusätzlicher Verpflichtungen zu schaffen.
Grundlage der Diskussion bildeten drei mögliche Organisationsmodelle (siehe nachfolgende Grafik). In der abschließenden Strichliste zeigte sich ein sehr klares Bild: Das Modell der geteilten Verantwortung wurde mit großem Abstand favorisiert.
Dieses Modell setzt auf mehrere Personen mit unterschiedlichen Kompetenzen, verteilt mögliche geförderte hauptamtliche Stunden und bindet einen Beirat Ehrenamt strategisch ein. Als Vorteile wurden vor allem die geringere Abhängigkeit von Einzelpersonen, mehr Wissenstransfer und eine breitere Beteiligung genannt – bei gleichzeitigem Bedarf an klarer Koordination.





Arbeitsstation 2 – Beteiligung
Hier wurde sehr grundlegend diskutiert, wen und was es braucht, damit Ehrenamt gut funktionieren kann. Im Kern standen Zeit, Verantwortungsbereitschaft und die Bereitschaft vieler, kleine und überschaubare Aufgaben zu übernehmen. Ehrenamt lebt von Offenheit, Freiwilligkeit und davon, dass sich jede*r mit den eigenen Möglichkeiten einbringen kann.
Darüber hinaus wurde benannt, was Engagement stärkt und trägt: Wertschätzung, klare Ansprechpartner, gute Kommunikation und praktische Unterstützung im Alltag. Auch passive Mitglieder, Teamgeist über Vereinsgrenzen hinweg sowie Austausch und gegenseitige Unterstützung wurden als wichtige Faktoren genannt.
Besonders betont wurde die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamts. Es schafft Gemeinschaft, eröffnet neue Perspektiven und kann Einsamkeit entgegenwirken. Ehrenamt wurde nicht als „Zusatzaufgabe“, sondern als verbindendes Element für das Zusammenleben vor Ort beschrieben – als etwas, das Lebensqualität schafft und unsere Gemeinden zusammenhält.
Arbeitsstation 3 – Finanzen & Ressourcen
Hier wurde der Blick auf die finanziellen und materiellen Grundlagen gelenkt, die Ehrenamt langfristig tragfähig machen. Deutlich wurde: Ehrenamt braucht verlässliche Rahmenbedingungen.
Neben kommunaler Bezuschussung und Fördermitteln wurden auch organisatorische Ressourcen genannt, etwa klare Funktions-E-Mail-Adressen oder feste Ansprechstrukturen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Wissen – insbesondere auf Fortbildungen (auch digital) und dem gezielten Zugang zu Schwarmintelligenz.
Zudem zeigte sich, dass Ehrenamt nicht isoliert funktionieren kann. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Politik und Verwaltung wurde ebenso als notwendig beschrieben wie begleitende Angebote, etwa Mediation, Moderation oder Prozessbegleitung bei Vereins- und Vorstandsarbeit. Auch ganz praktische Unterstützung spielte eine Rolle, etwa durch gemeinsam genutzte Materialpools.


Zum Schluss: Der Werkzeugkoffer

Erst am Ende des Workshops wurde der Werkzeugkoffer bewusst geöffnet. Nach all den Diskussionen konnten die Teilnehmenden auswählen, welche der bestehenden Werkzeuge sie künftig für besonders wichtig halten.
Die Auswertung machte folgende Schwerpunkte deutlich:
- Sichtbarkeit ist zentral (Engagementpool, Engagementverzeichnis, Social Media (Instagram und Facebook), Newsletter, Podcast).
- Austauschformate wie Netzwerktreffen und Engagement-Stammtisch werden stark gewünscht.
- Auch Werkzeuge wie Materialpool, Veranstaltungskalender, Raumpool oder „Verein(t) feiern“ sollen weiterhin Teil des Werkzeugkastens bleiben.
Im Fokus steht dabei nicht ein einzelnes Angebot, sondern das Zusammenspiel aller Werkzeuge.
Stimmen zum Abschluss

Die Abschlusskärtchen spiegeln die Stimmung des Tages sehr deutlich wider: Dankbarkeit, Aufbruch, Solidarität und der Wunsch, weiterzumachen. Viele Teilnehmende betonten, wie wertvoll der Austausch war und wie viel Klarheit durch die gute Struktur und Moderation entstanden ist.
Wer tiefer eintauchen möchte: Ganz am Ende dieses Beitrags haben wir alle Abschluss-Kärtchen vollständig digitalisiert. Dort lässt sich in Ruhe nachlesen, was die Teilnehmenden bewegt, bestärkt und motiviert hat.
Dank & Ausblick
Ein großer Dank gilt allen Teilnehmenden, die offen, ehrlich und konstruktiv mitgearbeitet haben.
Danke für die wertschätzende Stimmung, die Gespräche zwischendurch, das gemeinsame Denken und das Vertrauen in den Prozess.
Ein besonderer Dank geht an Astrid Fustmann, die den Workshop mit großer Klarheit, Ruhe und Fingerspitzengefühl moderiert hat, sowie an Bürgermeister Claus-Peter Richelsen, der den Prozess aktiv unterstützt, Präsenz gezeigt und den Stellenwert des Ehrenamts im Amt Hürup deutlich gemacht hat.
Als nächster Schritt lädt Bürgermeister Claus-Peter Richelsen (Ausacker) zu einer offenen Veranstaltung ein:

Do, 26.02. – Ehrenamt braucht Rückhalt
Aufruf vom Bürgermeisters C.-P. Richelsen
für Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche & Interessierte
🕖 19:00 Uhr | Gemeindehaus Ausacker
Auch diejenigen, die aktuell wenig Unterstützung benötigen, sind eingeladen, mitzudenken und mitzuwirken – damit Ehrenamt im Amt Hürup langfristig tragfähig bleibt und eine erneute Landesförderung möglich wird.
👉 Tragt euch den Termin jetzt in den Kalender ein, bringt gern weitere Engagierte mit und macht Werbung in eurem Netzwerk. Die vollständige Einladung vom Bürgermeister zum Teilen gibt es hier: https://engagiert-im-amt.de/ehrenamt-braucht-rueckhalt-aufruf/
Fazit: Was bleibt – Stimmen, Klarheit und ein Auftrag
Am Ende dieses intensiven Vormittags blieb vor allem eines: das Gefühl, dass Ehrenamt weit mehr ist als Organisation, Aufgaben oder Strukturen.
„Ehrenamt ist nicht einfach nur ein Job. Es ist Kit für die Gesellschaft.“
„Wir können das schaffen – und jede*r kann etwas beitragen.“
„Lasst es uns auf viele Schultern verteilen, ohne Druck und langfristige Verpflichtung.“
Die Werkstatt hat gezeigt, wo Ehrenamt heute Unterstützung braucht – konkret, realistisch und aus der Praxis heraus: Orientierung, Entlastung, Wertschätzung, Verbindung und verlässliche Rahmenbedingungen. Gleichzeitig wurde spürbar, wie viel Bereitschaft, Erfahrung und Gestaltungswille bereits vorhanden ist.
Viele gute Ansätze sind da. Entscheidend ist nun, sie miteinander zu verbinden und weiterzutragen. Dafür braucht es Menschen, die Lust haben, unterstützende Strukturen und das amtsweite Netzwerk weiter mit aufzubauen und zu beleben – unabhängig davon, ob dies künftig mit oder ohne Landesförderung geschieht.
👉 Wer sich vorstellen kann, mitzudenken, mitzuwirken oder punktuell zu unterstützen, ist herzlich eingeladen, sich per E-Mail oder telefonisch zu melden:
Mail: kontakt@engagiert-im-amt.de
Team-Telefon: 015679 079 885
Jede Perspektive zählt. Jedes Engagement – ob klein oder groß – stärkt das Ganze.

Abschlusskärtchen
“Eine tolle Veranstaltung“. Ich bin bei weiteren Treffen dabei!”
“Sitzen alle (Politik/Verwaltung/Vereine) im gleichen Boot – daher Koordination und Ressourcenteilung nötig.”
“Gute Einblicke in die Arbeit vom Ehrenamt. Neue Ansätze das Ehrenamt zu schätzen.”
“Weitermachen, Weitermachen, Weitermachen!!! Es ist wichtig!”
“Richtiger, wichtiger Weg – weiter so! Mehr Akzeptanz schaffen.”
„Tolle Aktion mit klarer Strukturierung und gutem Programm! Austausch ist wertvoll – es gibt Gleichgesinnte 🙂 Auftrag für mich: Infos über das Projekt und Relevanz der Solidarität und des Termins im Februar teilen!!!”
„Danke für diesen Tag, die gute/sehr gute Organisation + Vorbereitung + Begleitung. Danke für euer ehrenamtliches Engagement. In mir arbeitet es.”
“Dass Ehrenamt viel größer vertreten ist als empfunden.”
“Danke für den guten Austausch. Es hat verdeutlicht, wie wichtig die Weiterführung der Koordination ist.”
“Danke für die Vorbereitung und Durchführung des Workshops. Das wird eine große Hilfe zur Durchsetzung des Projektantrags.”
“Nachklingend: Solidaritätsgefühl stärken (in verschiedenen Bezügen, z. B. Kooperationen o.ä.)”
“Engagiert im Amt war und ist ein Leuchtturm. Danke.”“Danke, sehr beeindruckend. Wir schaffen es was aufzubauen! Lasst es uns auf viele Schultern verteilen, ohne Druck und langfristige Verpflichtung für Ehrenamtliche.”
“Ich bin erstaunt, was bei einer guten Moderation und Vorbereitung alles herauskommt. Danke. Diese Veranstaltungsform muss weitergehen.”
“Danke für die vielen neuen Infos.”
“professionell, menschlich konstruktiv, lecker, dankbar! angenehm kurzweilig”“Dankbarkeit für so viel gute Saat.”
Ergänzende Transparenz: Landesförderung, Punktevergabe und Prioritäten
Das Land Schleswig-Holstein fördert auch in den Jahren 2026 bis 2028 den Aufbau und die Stärkung ehrenamtlicher Strukturen im kommunalen Raum. Ziel ist es, engagementfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen und Ehrenamt langfristig zu unterstützen.
Was kann gefördert werden?
Gefördert werden insbesondere Personal- und Sachausgaben für:
- die Gewinnung, Unterstützung und Qualifizierung von Engagierten
- Koordinierungsaufgaben („Ehrenamt braucht Hauptamt“)
- die Einbeziehung von Kommunalverwaltung und -politik
- den Auf- und Ausbau von Netzwerken zwischen Vereinen, Initiativen und weiteren Akteur*innen
- die Bereitstellung von Material, Hilfsmitteln und Räumen
Warum ist das hier relevant?
Diese Förder-Kategorien bildeten den inhaltlichen Rahmen für die Werkstatt Ehrenamt 2026.
Die im Workshop gesammelten Bedarfe wurden bewusst entlang dieser Kategorien sortiert, priorisiert und ausgewertet, um eine möglichst gute Anschlussfähigkeit an die Landesförderung zu gewährleisten – unabhängig davon, ob und wann ein Antrag gestellt wird.
Mehr Infos zur Förderrichtlinie:
👉 Richtlinie über die Vergabe von Fördermitteln für die Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen im kommunalen Raum
https://verkuendungsportal.schleswig-holstein.de/home/amtsblatt/ab_veroeffentlichungen/2025/12_2025/2025-434
Detaillierte Auswertung der Bedarfe
Wer sich für die detaillierte Auswertung der Bedarfe interessiert, kann hier sehen, wie die Teilnehmenden die Themen am Ende des Workshops bewertet haben. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer konnte die einzelnen Bedarfe mit Klebepunkten priorisieren: grün = wichtig, rot = sehr wichtig. Die Punkte zeigen, wo besonders dringender Handlungsbedarf gesehen wird und welche Bereiche für die Ehrenamtsarbeit im Amt Hürup als besonders zentral gelten.
Die Bedarfe wurden nach dem Workshop außerdem thematisch neu sortiert und gebündelt. So entstanden Themenschwerpunkte die sowohl die Perspektive der Ehrenamtlichen abbilden als auch eine mögliche Grundlage für einen künftigen Förderantrag darstellen
Zusammenfassung je Förder-Kategorie:
- Gewinnung, Unterstützung & Qualifizierung von Engagierten: 36 Punkte (19 grün + 17 rot)
- Koordinierungsaufgaben: 19 Punkte (7 grün + 12 rot)
- Einbeziehung von Kommunal-Verwaltung & Politik: 27 Punkte (11 grün + 16 rot)
- Netzwerkarbeit: 28 Punkte (18 grün + 10 rot)
- Material, Hilfsmittel & Räume: 20 Punkte (10 grün + 10 rot)
Detaillierte Auswertung nach Themenblöcken:
Die Punktevergabe auf den einzelnen Bedarfskärtchen bildet die Grundlage für die neu entwickelten folgenden Themenblöcke, die thematisch zusammengehörende Kärtchen bündeln. Dies liefert eine klare Orientierung für die nächsten Schritte: Wo lohnt es sich, anzusetzen? Welche Strukturen und Angebote können die Ehrenamtlichen am besten entlasten und stärken?
Gewinnung neuer Engagierter (34 Punkte – 19x grün, 15x rot)
- Generationenübergreifendes Arbeiten fördern: 5 grün, 2 rot
- Ansprache junger Menschen: 2 grün
- Gewinnung neuer Engagierter: 2 grün
- Unterrepräsentierte Gruppen gezielt erreichen und einbinden: 1 grün
- Zugehörigkeitsgefühl stärken (Verbindlichkeit): 2 grün, 1 rot
- Motivation für die nachfolgende Generation: 2 grün, 1 rot
- Langfristige Perspektiven für ehrenamtliche Strukturen entwickeln: 3 rot
- Begleitung beim Einstieg ins Ehrenamt: 3 grün, 4 rot
- Orientierung / Test / Beratung: Welches Ehrenamt passt zu mir: 2 grün, 4 rot
Wissen (26 Punkte – 8x grün, 18x rot)
- Wissen und Erfahrungen teilen: 7 grün, 8 rot
- Zugriff auf Schwarmwissen: 2 rot
- Kompetenzen teilen, Mentor*innen: 1 grün, 1 rot
- Best practices teilen: 1 rot
- Weiterbildung & Qualifizierung: 3 rot
- Bereitstellung von Fachwissen durch Profis: 3 rot
Wertschätzung (26 Punkte – 10x grün, 16x rot)
- Sichtbare Wertschätzung für Engagement: 5 rot
- Ehrenamt nicht als selbstverständlich behandeln: 3 grün, 5 rot
- Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit auch auf politischer Ebene: 4 grün, 2 rot
- Unterstützung statt zusätzlicher Hürden durch Verwaltung und Politik: 1 grün, 3 rot
- Regelmäßiger Austausch mit Verwaltung und Politik: 2 grün, 1 rot
Koordination & Fachbegleitung (23 Punkte – 15x grün, 8 x rot)
- Entlastung bei Verwaltungs- und Organisationsaufgaben: 2 rot
- Begleitung und Moderation von Projekten: 2 grün, 2 rot
- Beratungsmöglichkeiten (Verwaltung, Recht etc.): 2 rot
- Unterstützung bei Wegfall von Engagierten: 2 grün, 1 rot
- Feste Ansprechperson bei Fragen und Problemen: 1 grün
- Sichtbarkeit: Wer macht was und wann?: 10 grün, 1 rot
Netzwerk (22 Punkte – 14x grün, 8x rot)
- Gegenseitige Unterstützung unter Ehrenamtlichen fördern: 2 rot
- Kooperationen fördern: 1 grün, 1 rot
- Gemeinsame Nutzung von Ressourcen: 2 grün, 3 rot
- Zugang zu Material und Equipment für Veranstaltungen: 2 grün, 1 rot
- Überblick über vorhandene Ressourcen (Material, Räume etc.): 3 grün
- Gemeinsame Aktionen und Formate entwickeln: 2 grün, 1 rot
- Vernetzung & Kennenlernen untereinander: 4 grün
Weitere Bedarfe ohne Punkte
- Das kleine 1×1 der Veranstaltung
- Tipps & Tricks / Best Practices zum Nachmachen
- Nutzung geeigneter Räume
- Langfristig: geteilte hauptamtliche Struktur „Verein der Verein“
- Politische Rahmenbedingungen für Ehrenamt verständlich machen
- Rechtliche Orientierung und Beratung
Diese Übersicht macht klar, wo Ehrenamt aktuell besonders unterstützt werden möchte und liefert eine fundierte Basis für die nächsten Schritte. Sie zeigt auch, dass die Teilnehmenden konkrete Prioritäten gesetzt haben, die in die weitere Planung und Begleitung des Ehrenamts einfließen können.







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