Begegnungen schaffen Verbindung: Wie Vorurteile abgebaut, Vielfalt gelebt & Inklusion gestaltet werden kann – ein Plädoyer für mehr Miteinander von Mareike Brombacher, die uns beim „Abendbrot der Begegnungen“ im Juli 2025 mit diesem tollen, immer gültigen Impulsvortrag bereichert hat. Für alle die, die nicht live dabei sein konnten, hat sie uns ihren Text als Blogartikel zur Verfügung gestellt – lesen lohnt sich. Viel Freude!
Ein Blogartikel von Mareike Brombacher, Interkulturelle Trainerin
Wir sind Menschen
Wir alle auf dieser Welt sind ja Menschen. Menschen brauchen „Begegnungen“, und sie begegnen sich immer wieder an anderen Orten, in anderen Ländern, zu anderen Themen.
Vom Thema Begegnungen ausgehend möchte ich kleine Exkurse machen zum Reden mit Andersdenkenden, Diskriminierung und Vorurteilen, Interkulturalität, Diversität und Inklusion.
Begegnungen sind wichtig für ALLE Menschen auf der Welt. Auch andere Dinge sind für alle Menschen wichtig, aber eben nicht alle. Und das macht den Unterschied.
Kulturpyramide in Anlehnung an Gert Hofstede
Außerdem haben alle Menschen gemeinsam, dass sie z. B. lachen und weinen, sie schlafen und atmen, sie trinken, essen und lieben, sie empfinden Glück. Und noch vieles mehr.
Einige Dinge teilen wir mit einigen anderen Menschen, z. B. die Spielregeln für das soziale Zusammenleben mit entsprechenden Werten, Normen und wie wir kommunizieren. Dazu müssen wir gar nicht in unterschiedlichen Ländern leben. Beispiel Skaterpark und Seniorinnencafe.
Und drittens gibt es Dinge, die ich mit niemandem anders teile – z. B. meine individuelle Biographie, meine Persönlichkeitsentwicklung. Hier gehören auch Erlebnisse dazu, Einflüsse, die nur ich selber in dieser Weise erlebt habe.

Jugendliche sind alle faul und langsam?
– Zum Thema Vorurteile
Wenn wir anderen Menschen begegnen, treffen wir im Alltag unbewusst und automatisch viele Annahmen über diese Menschen, von denen wir nicht sicher wissen können, ob sie stimmen. Das ist uns meistens nicht bewusst. Menschen unterscheiden sich in Geschlecht bzw. Gender, Alter bzw. Generation, Sexueller Orientierung, Behinderung oder Beeinträchtigung, Hautfarbe, Nationalität usw., nicht immer kann ich dies von außen erkennen.
Und interessant ist auch: Diese Punkte lassen sich nicht ändern beim Menschen, sie sind festgelegt!
Wenn ich also einen Menschen abwerte aufgrund seiner Hautfarbe, seiner Behinderung oder seines Geschlechts, dann werte ich ihn ab in einer Sache, die er nicht ändern kann. Keine Chance! Das ist aber in der Geschichte der Menschheit leider immer wieder passiert.
Kürzlich habe ich auch über Social Media „Freundschaftstipps“ erfahren, dass ein wichtiger Tipp in Freundschaften ist, nie etwas an dem*der Freund*in zu kritisieren, was sie*er nicht ändern kann!
Bewertungen und Kategorisierungen sind grundsätzlich wichtig und eine normale Eigenschaft von Menschen, um klarzukommen im Leben. Schließlich muss ich, um zu überleben, entscheiden können, ob Gefahr droht, ob ein Tiger oder eine Katze vor mir sitzt und ich fliehen muss oder nicht. Wenn es um Menschen geht, hilft es, mir meiner Vorurteile bewusst zu werden. Denn die haben wir alle.
Zum Problem werden sie dann, wenn wir aufgrund unserer Vorurteile, z.B. Frauen dürfen nicht mitbestimmen, extra oder ungewollt Menschen ausschließen oder in eine Schublade stecken, in die sie nicht, oder nicht nur, gehören.
Ein chinesisches Sprichwort sagt: Wir sehen nur das, was wir wissen. Das liegt daran, dass unser Gehirn so veranlagt ist, dass es Dinge, die wir nicht sehen, in unserer Wahrnehmung automatisch ergänzt. Vielleicht kennt ihr die zahlreichen optischen
Täuschungen, in denen sich zwei verschiedene Dinge verbergen, wie alte und junge Frau oder auch Ente und Hase. Oder die Texte, in denen die Buchstaben der einzelnen Wörter fast komplett durcheinandergewirbelt sind – und wir können sie trotzdem lesen.
Die Frage dabei ist letztlich immer, und es ist natürlich ein bisschen Aufwand, sie sich zu stellen: Ist das, was ich sehe, oder zu sehen glaube, wirklich das, was dort vor mir ist? Ich sehe ja alles aus meiner Perspektive, von meinem Standpunkt aus. Was ist meine eigene Normalität? Welche Werte habe ich? Durch welche Brille betrachte ich die Welt?
Ein Beispiel für ein solches Vorurteil: Z. B. an der Supermarktkasse: Ein Mann, der es sehr eilig hat, da ein wichtiger Termin ansteht, ist total genervt, weil die junge Frau vor ihm so lange für alles braucht, offenbar ist das einfach Trödelei, er denkt „typisch Jugend, faul und langsam“. Als er dann aber ihren eingegipsten Arm sieht, hat er plötzlich Verständnis. Manchmal
sehen wir den Grund für das Verhalten anderer Menschen, meistens aber tatsächlich NICHT. Vielleicht ist jemand auch langsam an der Supermarktkasse, weil er eine Depression hat, vielleicht ist die Person autistisch und muss erst einmal verstehen, was jetzt zu tun ist.
Menschen haben immer Gründe für ihr Handeln. Menschen wollen in der Regel mit ihrem Verhalten andere Menschen nicht ärgern, verletzen, provozieren oder aufhalten. Ausnahmen gibt es natürlich immer – also Menschen, die andere ärgern oder provozieren wollen. Wenn ich aber, ohne zu fragen, einem Vorurteil folge – alle Jugendlichen sind langsam und faul – dann entsteht ein Missverständnis.
Unter der Oberfläche versteckt: Der Kulturelle Eisberg
Missverständnisse können (auch) aufgrund unterschiedlicher kultureller Hintergründe entstehen. Zum Beispiel der Elternabend in der Kita: In einigen Ländern gibt es das Konzept Kita kaum oder gar nicht, Kinder werden häufig erst ab 6 Jahren außerhalb der Familie betreut – in Afghanistan und im Irak zum Beispiel gibt es zwar Kitas, aber nur 1-2 Prozent der Kinder unter 6 gehen dorthin.
In Ägypten und Syrien werden Eltern in der Kita nur eingeladen, wenn erstens ein Fest gefeiert wird, z.B. Ramadan, Jahresabschluss oder Einschulungsfeier, oder zweitens gezielt dann, wenn es ein Problem gibt. Deshalb ist es
dort so, dass zufriedene Eltern einfach still sind und so etwas wie einen Elternabend nicht besuchen – dies bedeutet Zufriedenheit und Respekt, während kritische Eltern eher ein Gespräch oder einen Elternabend wahrnehmen. Das ist in Deutschland ganz anders, das interpretieren deutsche Erzieher*innen und Lehrer*innen manchmal als Desinteresse – die Familie möchte aber ihren Respekt zeigen, indem sie fernbleibt. Dabei handelt es sich um unterschiedliche kulturelle Prägungen.
Im Kulturellen Eisberg sehen wir, dass die meisten dieser Unterschiede unter der Oberfläche bleiben, also unsichtbar sind. Kleidung, Essen und Sprache können wir sehen, aber alles andere bleibt darunter.

Viele Unterschiede also. Und viele Gemeinsamkeiten, wie wir vorher in der Kulturpyramide gesehen haben: Alle Menschen brauchen Austausch und Begegnung, sonst werden sie krank und einsam.
Was tun gegen Einsamkeit: Wie wär’s mit Ehrenamt und Vereinen?
Menschen, die sich einsam fühlen, das hat auch eine Studie über Einsamkeit* im vergangenen Jahr gezeigt, schließen sich eher Gruppen an, die extreme politische Meinungen haben und sind offener für Verschwörungstheorien. Einsamkeit ist also eine Gefahr für die Gesellschaft und eine Gefahr für die Demokratie. Einsamkeit führt auch zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen, die dann wiederum existentielle Folgen mit sich bringen wie Jobverlust und ähnliches.
*Link zur Studie: „Extrem einsam – Die demokratische Relevanz von Einsamkeitserfahrungen unter Jugendlichen in Deutschland“
Deshalb sind Begegnungsorte wie Sportvereine, kirchliche Gruppen, Musikvereine und so weiter eine Chance für ALLE Menschen.
Zum Einen wegen der Begegnung und dem Kontakt zu anderen Menschen, zum Anderen auch wegen der Chancen, die sich dadurch für jede Person bieten: Ich sammle Erfahrungen und Wissen!
Ehrenamtlich irgendwo mitgearbeitet zu haben, kann ich später z. B. in ein Bewerbungsschreiben für eine Stelle oder ein Praktikum schreiben, denn es zeigt, dass ich engagiert bin und mich in bestimmten Themen freiwillig eingebracht habe. Ich finde Freundinnen und Freunde, ich lerne viele andere Menschen kennen und erweitere dadurch meinen eigenen Horizont, ich lerne Neues.
Jeder Mensch kann sich mit einem Ehrenamt beteiligen. Das wissen aber viele Leute nicht, und auch das ist wieder ein kultureller Unterschied – denn das Ehrenamt an sich ist in arabischen Ländern nicht so bekannt wie bei uns. Je mehr verschiedene Menschen sich z. B. in Vereinen treffen und darin mitwirken, umso vielseitiger und interessanter werden dann auch die Vereine. Sie ziehen im Nachgang noch mehr Menschen an, sind offen und vielfältig. Ich habe noch die Sätze eines Schwarzen im Ohr, der sagte, dass er manchmal keine Lust hat, zu bestimmten Treffen zu gehen, weil er schon vorher weiß, dass er der einzige Schwarze dort sein wird, und das kann anstrengend sein. Weil er dann mit allem, was er sagt oder tut, für die Weißen dort „der Schwarze“ ist. Auch er hat übrigens von vielen Vorurteilen berichtet und sagte außerdem, dass er, sobald er den Seminarraum verlasse, in dem er gerade noch als Referent gesprochen hat, draußen von Außenstehenden für die Putzkraft oder den Müllmann gehalten wird.
Es würde z. B. mit Sicherheit nach außen strahlen, wenn Menschen, die Begegnungsräume schaffen möchten für möglichst viele andere und unterschiedliche Menschen, diese Treffen mit einem diversen Team vorbereiten – junge und alte,
Menschen mit und ohne Behinderung, Männer und Frauen und andere Geschlechter. Das kann ich aus eigener Erfahrung bei der Vorbereitung einer Veranstaltungsreihe berichten, es öffnet den Horizont, es erweitert die Fragen, die gestellt werden, die Inhalte und das Wording der Einladung und des Treffens, und es kommen dann mit einer anderen Gruppe von Einladenden auch andere Menschen in den Verein, die wir bislang vielleicht nicht erreicht haben.
Diversität plus Begegnung ist auch insofern eine interessante Kombination, da Menschen, die mit denjenigen Menschen an einem Tisch sitzen, denen sie Vorurteile entgegengebracht hatten, plötzlich diese Vorurteile verlieren, bzw. sie werden weniger. Denn sie lernen dann nicht „den Schwarzen“ oder „die Jugendliche“ oder „die Rollstuhlfahrerin“ kennen, sondern den Menschen.
Jeder Mensch ist gleichermaßen willkommen: Zum Thema „Inklusion“
Es ist immer sinnvoll, die eigene Haltung zu prüfen, sich Wissen anzueignen und das Handeln zu reflektieren. Beim Thema Inklusion ist es doppelt wichtig, da wir in unserer Gesellschaft noch keine vollständige Inklusivität erreicht haben und an alte Strukturen gewöhnt sind.
Es geht also um Haltung – Wissen – Handeln:
1. Die eigene Haltung prüfen: meine Vorurteile, meine Werte
2. Das eigene Wissen erweitern, z. B. über die Personen, die dazu kommen, aber auch über Demokratie und Gemeinschaft – oder auch über das Thema Einsamkeit der Menschen und was wir dagegen tun können.
3. Das eigene Handeln prüfen: Ideen sammeln, was wie umgesetzt werden könnte, um möglichst viele Menschen einzubeziehen, und die Angebote dann vorurteilsfrei gestalten.
Natürlich gibt es keine Rede- oder Denkverbote, wir alle machen Fehler, und doch kann jeder Mensch, kann ich mich selber dafür entscheiden, sensibler zu werden für Menschen, die in irgendeiner Weise anders sind als ich selbst. Dabei hilft es nicht, wenn wir sagen „das haben wir schon immer so gemacht“ oder „das meine ich ja gar nicht so“ – denn wo wir Menschen ausgrenzen, verletzen wir sie. Egal, ob absichtlich oder unabsichtlich.
Wenn mir jemand sagt, dass ich auf seinem Fuß stehe, dann antworte ich auch nicht „ich meine das nicht so, ist doch alles okay“, sondern dann nehme ich meinen Fuß von seinem herunter. Dahinter steckt am Ende wieder der Inklusionsgedanke – alle Menschen verstehen, alle Menschen mitmachen lassen, allen Menschen Sicherheit und Zufriedenheit ermöglichen.
Martin Luther King hat von „I have a dream“ gesprochen. Wir sind auf einem Weg, Inklusion als Weg zur Diversität ist ein Prozess. Bei einer Umfrage in der Frankfurter Fußgängerzone hat mal ein Passant gesagt: „Inklusion ist für Behinderte, Integration ist für Ausländer“ – aber das ist einfach falsch, denn Inklusion meint, dass, egal, ob in der Gesellschaft als Ganzes, oder in Schule, Kita, Verein, im Supermarkt, dass dort jeder Mensch gleichermaßen willkommen ist. Egal, welche Hautfarbe, Behinderung, Geschlecht, Nationalität etc. Nicht die Menschen sollen sich also der Gesellschaft und ihren Gruppen oder Institutionen anpassen, das wäre nämlich Integration, sondern die Gesellschaft passt sich dem Menschen an. Wichtig ist also zu fragen: was genau brauchst du, um dich bei uns wohlzufühlen? Was können wir ändern? Was sind deine Bedürfnisse?
Also nicht von den eigenen Vorurteilen auszugehen, wie es einmal in der Kita passierte, als einem Kind Förderbedarf zugeschrieben wurde, es sollte auf eine Sonderschule gehen. Aber alle medizinischen Untersuchungsergebnisse im Anschluss zeigten eine gesunde Entwicklung. Eventuell war diese Fehleinschätzung dadurch entstanden, dass das Kind aus einer türkischen Familie kam, die noch nicht so lange in Deutschland war. Wie gut, dass der Vater sich im Willkommenscafè seines Dorfes erkundigte und dann die Untersuchungen machen ließ. Das Kind kam auf eine normale Schule und fühlt sich sehr wohl dort.
Auch hier wieder: Haltung – Wissen – Handeln. Vielleicht hätte mehr Wissen in diesem Fall den Fachkräften geholfen, vielleicht auch eine andere Haltung Menschen gegenüber, die noch nicht so gut Deutsch können.
Insgesamt ist jedenfalls wichtig, ob Kita oder Vereine: Die Dinge so zu gestalten oder zu verändern, dass wirklich jeder Mensch willkommen ist, der mitmachen will, dass jeder Mensch sich sicher fühlen kann. Und diese Sicherheit strahlt ein solcher Ort dann am Ende auch aus, wenn er es geschafft hat. Und dann trauen sich noch mehr Menschen dorthin. Natürlich gehört dann auch dazu, dass die Verantwortlichen bewusst gegensteuern und beschützen, wenn sie Abwertung oder Diskriminierung von Menschen beobachten, egal, ob in der Sprache oder im Handeln der Personen. Inklusion ist also der Weg hin zur Diversität. Wenn Diversität in unserer Gesellschaft komplett erreicht wäre, bräuchten wir keine Inklusion mehr.
Reden mit Andersdenkenden
Aber was, wenn Menschen sich streiten – Corona, Gleichberechtigung der Frauen, Frieden schaffen mit oder ohne Waffen… wie kann ich denn mit jemandem reden, der ganz anders denkt als ich? Einsam kann es Menschen ja auch machen, sich von anderen Menschen abzuwenden und nicht mehr mit ihnen zu reden, weil sie in für sie selbst wichtigen Punkten so anders
denken. Zwischen Menschen gibt es immer wieder Streit, Diskussionen, Diskurse.
Mir gefällt eine Gesprächstechnik besonders gut, bei der Menschen eine Haltung einnehmen, die einer detektivischen Arbeit gleicht: Du denkst anders als ich? Das finde ich spannend und möchte herausfinden, warum du anders denkst als ich und wie du darauf gekommen bist.
Diese Technik habe ich gelernt von Referent*innen des Forums für Streitkultur in Berlin:
1. Ich höre dir zu und frage vielleicht auch nach.
2. Ich wiederhole, was ich verstanden habe, was du meinst.
3. Du sagst, ob das so stimmt.
4. Dann finde ich eine Übereinstimmung (die gibt es immer!): Ich finde auch, dass z.B. Familien
besser unterstützt werden sollten in unserer Gesellschaft.
5. Ich sage meinen eigenen Standpunkt.
Ich kann diese Technik sehr empfehlen: Wenn die Person, die mir gegenüber sitzt, merkt, dass ich sie verstanden habe, braucht sie nicht mehr so intensiv ihre Haltung zu betonen, die Fronten verhärten nicht so stark, sie kann dann besser auch meinen Argumenten zuhören. Allzu oft denken wir schon über unsere Antworten nach, während die andere
Person spricht und sagen dann unsere Gegenargumente. Das hat zur Folge, dass die Person noch intensiver, lauter und vehementer ihren Standpunkt vertreten möchte. Wird sie jedoch verstanden, kann sie besser hören, was ich darüber denke. Das, was ich selber sagen möchte, kommt also auch besser an!
Wichtig dabei: Das Ziel ist nicht, die andere Person zu überzeugen. Wenn sie z.B. der Meinung ist, dass man nur ohne Waffen Frieden schaffen kann in der Ukraine, ich aber der Meinung bin, dass dies aktuell nur mit Waffen möglich ist, kann ich davon ausgehen, dass sie am Ende der Diskussion sehr wahrscheinlich nicht sagen wird: „Ah, jetzt hast du mich
überzeugt, ich bin ab sofort der gleichen Meinung wie du.“ Aber sie hat vielleicht erlebt, dass wir trotz unserer unterschiedlichen Ansichten beide Frieden wünschen, sie hat vielleicht zwei, drei neue Denkweisen oder Punkte gehört – und kann damit ihren Horizont erweitern, anstatt die eigene Position zu verhärten.
Das Gleiche gilt für mich – ich habe Gemeinsamkeiten erfahren, verstehe nun besser, warum mein Gegenüber so denkt und
habe zwei, drei Dinge gehört, die mir so vielleicht noch nicht bewusst waren – ebenfalls vielleicht ohne dass ich nach diesem Gespräch meine Meinung grundsätzlich geändert habe. Und trotzdem ist alles gut.
Die so verschiedenen Menschen begegnen sich also. Vielleicht schafft auch ihr dafür Anlässe, gebt Räume und Gelegenheiten. Und sie sind danach auf jeden Fall glücklicher als vorher, weniger einsam, denn sie haben einen neuen Menschen getroffen, vielleicht mit einer anderen Wahrnehmung, mit einer anderen Sichtweise oder mit einem anderen „Normal“.
Sie haben sich verbunden miteinander. Menschen sind so verschieden und haben doch so Vieles gemeinsam – und das ist eine echte Chance. Für uns alle, für jeden, und es dient nicht zuletzt auch dem Schutz unserer Demokratie.
Für solche Begegnungen von einzigartigen Menschen braucht es Räume. Ich freue mich über alle die Menschen, die solche Räume und Gelegenheiten schaffen!
TIPP: Wer Mareike Brombacher selbst einmal für eine Veranstaltung als Begleiterin, interkulturelle Trainerin oder Impulsrednerin buchen möchte, kann sich gerne bei der BobenOp Vereinsmeierei wegen der Kontaktdaten melden.





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